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"Jeder Mensch, der sich füretwas engagiert, hat eine bessere Lebensqualität als Andere, die nur so dahinvegetieren! (Bruno Kreisky) |

Die Gesundheitsreformen haben uns den Weg zu einer sinnvollen Gesunderhaltung verbaut.
Sie haben uns die Würde genommen, uns als Menschen behandelt zu fühlen. Wir werden behandelt wie ein Fließbandprodukt der Verbände, der Pharmaindustrie und der Lobby der Ärzteschaft. Natürlich gibt es noch diesen oder jenen Arzt, der seine Patienten human und fair behandelt, aber es werden immer weniger, denn auch an ihnen nagt der Zahn der Zeit. Die Budgets für die Behandlungsmethoden eines Patienten werden immer weniger und damit die Insolvenzen der Arztpraxen immer mehr.
Es ist im allegemeinen auch bekannt, dass nicht nur die Arzthelferinnen und Schwestern um Ihren Job fürchten müssen, sondern auch der allgemeine Patient um sein Behandlungsbudget und seine Behandlungsintensität.
Während der Privatpatient in den TOP-10 der Ärztecharts steht, muss der Kassenpatient oftmals wochenlang um einen Termin bitten und bangen.
Es spielt auch dabei keine Rolle mehr, ob es sich bei ihm nur um eine Grippe oder gar um einen Tumor handelt.
Nach 6 Wochen ist es dann endlich so weit und der Patient hat einen Termin erhalten, er soll um 10.00 Uhr beim Arzt erscheinen. Voller Erwartungshaltung geht er in die Praxis hinein, reiht sich in die Waerteschlange an der Rezeption ein, um sich einchecken zu lassen und erzählt im Groben der Arzthelferin, worum es sich handelt. Dann setzt er sich hin und ist um 11.30 Uhr immer noch nicht dran. Er wartet ... und wartet ... und wartet. Auf den Gängen jagen die Ärzte und Schwestern von einem Zimmer in das andere und es herrscht eine kalte zwischenmenschliche Atmosphäre.
Ganz sanft und leise fragt der Patient an der Rezeption, wann er denn damit rechnen könne, dass er dran kommt. Frustriert schaut ihn die Arzthelferin an und erwähnt, dass er doch froh sein sollte, überhaupt noch einen Termin zu bekommen.
Eine weitere halbe Stunde später ist der Patient endlich an der Reihe, Sie lesen richtig, "an der Reihe". Im Zimmer fragt der Arzt nach einer knappen Begrüßung "wo der Schuh denn drückt". Der Patient erzählt seinen Kummer, seine Sorgen und zeigt auf seinen Schmerz. Er will wissen, was das sein könnte, woran er erkrankt war bzw.ist. Der Arzt schaut ihn an, nimmt ein Rezept und verordnet ein Medikament auf die dunkle Wagnis, dass es das ja sein müsste, ohne den Patienten untersucht zu haben.
Nach 8 Minuten kommt der Patiet aus dem Arztzimmer heraus, hält das Rezept in seinen Händen, krümmt sich weiterhin mit seinen Schmerzen und weis nicht, welche Krankheit, welches Virus oder welche chronische Erkrankung in heimgesucht hat. Es waren 8 Minuten, die er nach 2 Stunden Wartezeit geopfert hat, nachdem er bereits 6 Wochen mit sich und seiner Krankheit hadern musste, ohne Resultat, was er denn nun eigentlich wirklich hat.
Was einen gesunden Menschen heute alles so erwarten kann, für den Fall, dass er erkrankt, kann richtig bitter werden...
Das eben beschriebene Patient-Arzt-Verhältnis ist kein Einzelfall, es ist leider die Realität.Nur wenige Ärzte erlauben sich die Freiheit zu nehmen, nach dem Eid des Hippokrates zu handeln, den sie ablegten um Arzt zu werden und zu sein und nicht dem mafiaähnlichen Verhalten der Pharmakonzerne, Politiker und Verbände nachzugeben.